Findling Bitterstein

Findling Bitterstein
Bitterstein Ansicht SuedOst 2016.jpg
Basisdaten
Geotop-Nr.: 189R003
Objekt-ID: 8041GT000005
Typ: Findling
Kalkstein
Schutzstatus: Naturdenkmal
Geohack
200px-Earth clip art.png 47.95961N 65368E

Der Findling Bitterstein ist ein Erratischer Block aus Wettersteinkalk, der 1953 den Status Naturdenkmal erhielt und als Geotop ausgewiesen ist. Er liegt auf dem Gemeindegebiet von Waging am See.

In der Würmkaltzeit (Oberpleistozän) verfrachtete der Salzachgletscher den Gesteinsbrocken an den westlichen Rand seines Moränengebietes.

Alte Bezeichnung - Neue Verortung

 
Wegweiser zum Bitterstein

Der Bitterstein lag früher auf dem Gebiet der 1978 aufgelösten Gemeinde Pierling. So findet man in Geotop-Listen gelegentlich noch den Begriff:

  • Findling Bitterstein bei Pierling

In einer veralteten Liste der Naturdenkmäler im Lkr. Traunstein lautete die Beschreibung:

  • Irrblock Bitterstein ostwärts von Hurtöst auf den Grundstücken FL.Nr. 472 der Gemarkung Pierling, Stadt Traunreut und FL.Nr. 565, 567 der Gemarkung Otting

Im Bayern-Atlas ist ersichtlich, daß der Bitterstein heute auf dem Gebiet der Gemeinde Waging am See liegt. [1]

Geotop

In der Beschreibung des LfU aus dem Jahr 2020 wird das Objekt benannt als -

Findling "Bitterstein" WNW von Holzhausen

Der Findling des würmzeitlichen Salzach-Vorlandgletschers besteht aus Wettersteinkalk und weist Karren auf. Er liegt nur etwa 500 m vom damaligen Eisrand im Westen entfernt auf Moräne.
Der Bitterstein ist Naturdenkmal. Nach alten Abbildungen hatte er früher die 3-fache Größe.
Bis zur Unterschutzstellung wurde der Kalkstein abgebaut.
Im Umfeld gab es Bodenfunde aus keltischer und römischer Zeit

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Geotop-Nummer: 189R003

Naturdenkmal

1953 wurde der Bitterstein zum Naturdenkmal erhoben.

 
Schild Naturdenkmal

Der Bitterstein ist einer der größten Findlinge im Salzachgletscherbereich und besteht aus Wettersteinkalk aus dem Staufen-Zwiesel-Zug.
Er stellt ein eiszeitgeologisches Naturdenkmal von höchstem Range dar.
Beschädigung und Verunreinigung verboten!

Regierungsentschließung vom 22.10.53 Nr. II/6-1022/42
Gemeinde Pierling

Möglicherweise Kultplatz

Zahlreiche Bodenfunde aus keltischer und römischer Zeit legen nahe, daß es sich bei dem Bereich um den Bitterstein möglicherweise um einen vorgeschichtlichen Kultplatz handelt.[2][3]

Der Findling Bitterstein wurde 2015 gereinigt

Ende 2015 wurde der stark vermooste Findling Bitterstein von der Ottinger Feuerwehr mit einem Hochdruckreiniger von Verschmutzung und Bewuchs befreit und erstrahlt seitdem in neuem Glanz. .[2][3]

Nach der Putzaktion

Vor der Putzaktion

Literatur

  • Ganss, O. & Jerz, H.: Geologische Karte von Bayern 1:25.000, Blatt 8041 Traunreut

Weblinks

  Findling Bitterstein

Einzelnachweis