Geologische Paddeltour am Chiemsee-Ostufer

Aus TraunStoaner
Hinweis: Dieser Artikel befindet sich im Aufbau.
OC1 Graf Chiemo unweit Unterhochstätt, Blick nach Süden in das Achental
OC1 Graf Chiemo am Liegeplatz in Schützing

Die Geologische Paddeltour am Chiemsee-Ostufer ist eine Zusammenstellung von erkundeten Bereichen im Chiemsee, die zwischen 2012 bis 2019 mit dem OC1 Graf Chiemo besucht wurden.

  • Startpunkt ist der Liegeplatz Kirchmaier in Schützing.
Siehe auch: OC1 Graf Chiemo

Nagelfluhfelsen westlich der Untiefe Karpfenwand

Gruppe Nagelfluhfelsen westl. Karpfenwand
Paddler on the Rock
Pegel 26 cm unter MW

Eine Gruppe von Nagelfluhfelsen westlich der Untiefe Karpfenwand im Chiemsee ragt bei Niedrigwasser bis nahe unter die Wasseroberfläche auf.

03.08.2015

Der Pegel in Stock/Prien beträgt 518,01 m, das sind 19 cm unter MW.

  • Die Heckwelle des Fahrgastschiffes nach Chieming bricht sich an den Felsen.

10.08.2015

Der Pegel in Stock/Prien beträgt 517,98 m, das sind 22 cm unter MW.

  • Der Fels ist mit einer hellen Kalkkruste überzogen. Unschwer läßt sich an der Oberflächenstruktur, den runden Aufwölbungen erkennen, daß es sich um Nagelfluh handelt.

06.10.2015

Der Pegel in Stock/Prien beträgt 517,84 m, das sind 36 cm unter MW.

  • Ein Niedrigwasserstand, der sonst nur zum Ende des Winters erreicht wird.

Untiefe Karpfenwand

Die Untiefe Karpfenwand fällt bei Pegelständen unter MW trocken.

  • Länge ca. 250m von SW - NO
  • Breite ca. 90m von NW - SO

Ansicht bei Pegel ca. 30cm unter MW

Aufgerichtete Steinhaufen sollen Segler vor der Untiefe warnen.

  • Pegel Chiemsee/Stock ca. 517,90m = ca. 30cm unter MW.

Ansicht beim Pegel nahe MW

Vögel rasten auf der kaum mit Wasser bedeckten Untiefe. Zu sehen sind Kormoran, Rostgänse und Mittelmeermöven.

  • Pegel Chiemsee/Stock 518,22m = 2cm über MW.
Untiefe Karpfenwand bei Mittelwasser, Rastplatz für Wasservögel

Kreuzsee

Kreuzsee am Chiemsee Ostufer
Siehe auch: Kreuzsee

Eine Kreuzsee im Dezimeter-Format ist gelegentlich bei Unterhochstätt im Osten des Chiemsee zu beobachten.

Beschreibung

Am Chiemsee Ostufer ragt eine flache Untiefe zungenförmig in den See hinein.
Die von Westen ankommende Welle wird daran beidseitig abgelenkt und ergibt durch Refraktion eine Kreuzsee.

Unter Refraktion wird eine von der Wassertiefe abhängige Änderung der Wellenlaufrichtung verstanden.
Bei flach ansteigenden Stränden führt ihre Wirkung dazu, dass sich Wellenfronten zunehmend parallel zur Uferlinie einbeugen und der Beobachter am Strand die Wellen auf sich zukommen sieht.

Wikipedia
Wasserwelle/Refraktion[1]

Molasseausbiss - Chiemsee-Ost

Molasseausbiss Chiemsee Ostufer

Im Uferbereich zwischen Unterhochstätt und Hagenau befindet sich ein großflächiger Molasseausbiss. Es dürfe sich dabei um Helvet-Schlier (Sandmergel) handeln.

Strudellöcher vom östlichen Chiemseeufer bei Hagenau erwähnt GÜMBEL (1894, S. 358, Abb. S. 354).
Die Auskolkungen erfolgten in den Molasseuntergrund, der auf Grund der allgemeinen Streichrichtung dem Helvet-Schlier angehören muß. Auch heute noch verrät sich der tertiäre Untergund in Strandwällen mit aufgearbeiteten sandigen Mergeln (Schlierfazies).

GANSS (1977)
Geologische Karte von Bayern (Maßstab 1 : 25 000), Erläuterungen zum Blatt Nr. 8140 Prien a. Chiemsee und zum Blatt Nr. 8141 Traunstein, Kapitel 3.4.3.5 Helvet, Seite 127

Hinweis

Bei der Auffaltung der Alpen wurden Abtragungsprodukte in dem nördlich gelegenen Molassetrog als Sediment abgelagert. Die blaugrüne Farbe des Sandstein weist auf Glaukonitanteile, damit eine marine Entstehung, hin. Zeitlich ist die Einordnung als Obere Meeresmolasse (Miozän) zutreffend.[2]

Verschiedene Uferbereiche

Treibgut der Tiroler Achen

Treibholzfächen in der Hirschauer Bucht
angeschwemmtes Kulturgut

Das Treibgut der Tiroler Achen besteht in der Hauptmasse aus Holz und stammt aus dem Einzugsgebiet, den Kitzbühler Alpen.

Auf Grund der Hauptwindrichtung -West- wird das Treibgut im SO des Chiemsee, der Hirschauer Bucht angelandet.

  • Für 2013 schätzte das Wasserwirtschaftsamt Traunstein mit einer Schwemmholzfracht von 15.000 - 20.000 m².[3]

Treibholz

Nach dem Jahrhunderthochwasser 2013

  • Aufnahmen vom 08.07.2013.

Schwimmfähige Kulturgüter

  • Im Anthropozän dem Plastikzeitalter kommen noch diverse schwimmfähige Kulturgüter hinzu.

Einzelnachweis