Molasseausbiss - Chiemsee-Ost

Aus TraunStoaner
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Molasseausbiss Chiemsee Ostufer

Der Molasseausbiss - Chiemsee-Ost befindet sich im Uferbereich des Chiemsee zwischen Unterhochstätt und Hagenau. Es dürfe sich wie beim Molasseausbiss - Hirschauer Bucht um Helvet-Schlier handeln.

Kolke in tiefem Wasser

Aufnahmen 2014

Aufnahmen 2015

Hinweis aus GANSS (1977), Seite 127

Strudellöcher vom östlichen Chiemseeufer bei Hagenau erwähnt GÜMBEL (1894, S. 358, Abb. S. 354).
Die Auskolkungen erfolgten in den Molasseuntergrund, der auf Grund der allgemeinen Streichrichtung dem Helvet-Schlier angehören muß. Auch heute noch verrät sich der tertiäre Untergund in Strandwällen mit aufgearbeiteten sandigen Mergeln (Schlierfazies).

GANSS (1977)
Geologische Karte von Bayern (Maßstab 1 : 25 000), Erläuterungen zum Blatt Nr. 8140 Prien a. Chiemsee und zum Blatt Nr. 8141 Traunstein, Kapitel 3.4.3.5 Helvet, Seite 127

Unterschiedliche Bereiche

Flächen in tiefem Wasser

Der Ausbiss ist großflächig.

Flachwasserbereich

Der Flachwasserbereich ist stellenweise mit Sand bedeckt. Durch Wellenschlag und Witterungseinflüße wurde der anstehende Sandstein aufgearbeitet und lagert sich teils in Rippelmarken ab.

Uferbereich

Die anstehende Molasse ist bei Niedrigwasser auf Grund von Algenbewuchs schwer zu erkennen. Ein Anbruch schafft Gewissheit.

Anbruch und aufgearbeitetem Helvetschlier im Uferbereich.

Bei der Boje No. 21

Position der Boje 21

Zur Abgrenzung des südlich anschließenden NG Mündung der Tiroler Ache besteht eine Bojenkette. Der würfelförmige Ankerstein und die Ankerkette der östlichsten Boje haben sich in den Sandstein eingegraben.

Geologie

Bei der Auffaltung der Alpen wurden Abtragungsprodukte in dem nördlich gelegenen Molassetrog als Sediment abgelagert. Die blaugrüne Farbe des Sandstein weist auf Glaukonitanteile, damit eine marine Entstehung, hin. Zeitlich ist die Einordnung als Obere Meeresmolasse (Miozän) zutreffend.[1]

Siehe auch

Einzelnachweis