Quelle bei Stöttham (Lohbach)

Aus TraunStoaner
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Rechts die Betonfassung der Stötthamer Quelle

Die Quelle bei Stöttham wird von Karl Troll (1924) bei der Beschreibung des Erlstätter Trockentales erwähnt und ist in älteren Karten eingezeichnet.

Erlstätter Trockental.
Das Bächlein von Eglsee versickert in ihm und kommt bei Stöttham in einer mächtigen Quelle zum Vorschein.

Troll C. (1924)
Der Diluviale Inn-Chiemsee-Gletscher: Das geographische Bild eines typischen Alpenvorlandgletschers, Kapitel 12, Abschnitt III, Seite 87

Beschreibung

Am süd-östlichen Rand einer 543m hohen Wallmoräne des Jung-Ölkofener Stadium des Chiemseegletscher liegt auf einer Höhe von 526m die in Beton gefasste Quelle. Das Wasser ergießt sich in einen kleinen Weiher und fließt als kleiner Bach zum ca. 750m entfernten Chiemsee.

Lohbach - Historische Karten

Quelle bei Stöttham
Egelsee-Bach

Lohbach - Neuzeit

Im 20. Jahrhunderts wurde von der historischen Versickerungsstelle des Eglsee-Baches bei Laimgrub bis zur Quelle in Stöttham ein Entwässerungsgraben angelegt.

In der hist. topographischen Karte (1:25000), 8041 Traunreut (1959), ist der Graben im Ansatz bis zur Kreuzung in Laimgrub eingezeichnet und es wird Bezeichnung Loh-B. (Lohbach) verwendet.

In der hist. topographischen Karte (1:25000), 8041 Traunreut (2007), ist der vollständige Verlauf von Laimgrub bis Stöttham eingezeichnet.

Im Gespräch mit einem Hausbesitzer in Stöttham (Isingerstr. 20), erwähnt dieser, daß beim Hausbau im Jahre 1993, der Lohbachgraben auf seinem Grundstück bereits vorhanden war.

Historische Karten Bayerns

Der BayernAtlas bietet historische Karten in verschiedenen Auflösungen.

  • Die Quelle nördlich von Stöttham und der Bach zum Chiemsee ist dargestellt.

Kneippanlage Stöttham

Südlich der Straße von Stöttham nach Schützing hat die Gemeinde Chieming im Bachlauf eine Kneippanlage eingerichtet.[1]

Mündung in den Chiemsee

Ca. 70m vor der Mündung wird der Lohbach aufgeteilt (Bifurkation) und ergießt sich in zwei Teilen, unweit des Campingplatzes Seehäusl, in den Chiemsee.

Besiedelung Stötthams seit dem Jungneolithikum

Bodendenkmal Stöttham

Die Quelle dürfte der Grund für eine Siedlungstätigkeit seit dem Jungneolithikum sein.

Ein Ausgrabung im Jahr 2008 ergab als früheste Zeugnisse der Ansiedlung ein Steinbeilfragment und Reibsteine für Getreide aus der Steinzeit. Für die Bronzezeit sind Metall- und Keramikfunde nachgewiesen. Des weiteren wurden römische Münzen gefunden und röm. Pflasterungen freigelegt.[2]

Ein 60m x 160m großes Bodendenkmal ist in unmittelbarer Nähe ausgewiesen.

Siedlung des Jungneolithikums (Münchshöfener Kultur), der Spätbronzezeit, der Urnenfelderzeit und der römischen Kaiserzeit sowie Brandgräber der Urnenfelderzeit.
Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Denkmäler in Chieming
D-1-8041-0175

Verbindung zum Moor NW von Egerer?

Trockengefallene Bodensenke auf 532 m

Eine Bodensenke am östlichen Rand des Geotops Moor NW von Egerer fällt regelmäßig trocken. Sie befindet sich im Schwankungsbereich des Grundwassers. Der Grund der Senke liegt auf einer Höhe von 532 m, die Quelle von Stöttham auf 526 m. Die Distanz sind 700 m.[3]

Literatur

  • Troll, C. (1924): Der diluviale Inn-Chiemsee-Gletscher, Das geographische Bild eines typischen Alpenvorlandgletschers, in: Forschungen zur deutschen Landes- und Volkskunde, Bd. 23, pp.1-121

Einzelnachweise