Römische Grabtafel in Grabenstätt

Aus TraunStoaner
Römische Grabtafel in Grabenstätt

Die Römische Grabtafel in Grabenstätt auch Grabinschrift des Bellicus und der Paulina genannt, ist eine römische Inschriftentafel, die an der Außenwand der Kirche St. Johannes der Täufer in Grabenstätt eingemauert ist.

Entdeckung

Im November 1848 wurde dem Historischen Verein für Oberbayern die Meldung überbracht, daß der Pfarrer Mathias Miesgang in Grabenstätt einen Römerstein in der St. Johanneskirche entdeckt hat.[1]

Beschreibung

Oberbayerisches Archiv 1848

Die rechteckige, ca. 36x41 cm große Grabtafel aus grauem Kalkstein, ist an der Südseite der Kirche, bei der Eingangstür, eingemauert.

Inschrift in Majuskeln

1 BELLICVS SE
2 CVNDI F V F S
3 IBI ET PAVLINAE
4 CON OB AN L ET
5 SECVNDINO F

Transkription

1 Bellicus Se
2 cundi f(ilius) v(ivus) f(ecit) s
3 ibi et Paulinae 
4 con(iugi) ob(itae) an(norum) L et 
5 Secundino f(ilio)

Übersetzung

Bellicus, des Secundus Sohn, ließ dieses Denkmal noch zu Lebzeiten 
sich und seiner im Alter von 50 Jahren verstorbenen Gattin Paulina 
und seinem Sohn Secundino errichten.

Epigraphische Datenbanken

Die Grabtafel ist in der Sammlung für antike lateinische Inschriften Corpus Inscriptionum Latinarum (CIL) unter folgender Nummer gelistet.

  • CIL III, 005570

Beschreibungen finden sich in diversen Epigraphischen Datenbanken.

Literatur

  • Christian Soika: Funde aus der Römerzeit von Erlstätt, Grabenstätt und Holzhausen. Schrift zur Sammlung Multerer Grabenstätt. Hrg.: Albert Multerer, Grabenstätt 1982. S. 49-50.
  • August Obermayr: Römersteine zwischen Inn und Salzach. Pannonia-Verlag Freilassing 1974, S. 56 ff.
  • Prof. v. Hefner: Inschriftliches Römerdenkmal in Grabenstätt, Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte, Band 10/Heft 2/Kapitel 12/Miscellen 2/Seite 284, München 1848

Weblinks

  wikimediacommons:File:CIL_III,_05570,_Grabenstaett_Germany.jpg

Einzelnachweis